Fünf Stapel aus Karton in aufsteigender Höhe, Sinnbild für die Preisspanne einer SEO-Betreuung

Die drei üblichen Abrechnungsmodelle

Im deutschsprachigen Markt haben sich drei Modelle durchgesetzt, und jedes passt zu einer anderen Ausgangslage.

Monatliche Betreuung ist der Standard für Unternehmen, die dauerhaft Sichtbarkeit aufbauen wollen. Sie zahlen einen festen Betrag, dafür wird ein vereinbarter Aufwand geleistet: technische Pflege, Inhalte, Auswertung. Laut einer Marktstudie mit 243 auswertbaren Antworten deutscher SEO-Agenturen bieten 95 Prozent eine monatliche Betreuung mit festem Budget an. Der Durchschnitt liegt bei 1.256,71 Euro im Monat. Üblich sind 500 bis 3.500 Euro im Monat, bei Konzernen und stark umkämpften Feldern auch deutlich mehr. Übliche Mindestlaufzeit sind sechs Monate, weil vorher keine belastbaren Ergebnisse vorliegen.

Einmalige Projekte eignen sich, wenn Sie eigene Leute haben. Ein technisches Audit mit Prioritätenliste kostet meist zwischen 1.000 und 4.000 Euro, je nach Größe der Website. Sie bekommen die Analyse und setzen selbst um.

Stundenbasierte Beratung liegt bei 90 bis 180 Euro pro Stunde. Das lohnt sich für punktuelle Fragen, etwa bei einem Relaunch, wenn jemand nur prüfen soll, ob die Weiterleitungen stimmen.

ModellPreisrahmenPassend für
Monatliche Betreuung500 bis 3.500 € im MonatDauerhaften Aufbau von Sichtbarkeit
Einmaliges Audit1.000 bis 4.000 €Eigenes Team, das umsetzt
Nach Stunden90 bis 180 € je StundeEinzelfragen, Prüfung beim Relaunch

Was den Preis innerhalb der Spanne bestimmt

Zwischen 500 und 3.500 Euro liegt der Faktor sieben. Drei Dinge erklären fast den gesamten Unterschied.

Der Wettbewerb. Ein regionaler Handwerksbetrieb konkurriert mit fünf anderen Betrieben in der Stadt. Ein Online-Händler konkurriert bundesweit mit Amazon. Der Aufwand, um sichtbar zu werden, unterscheidet sich entsprechend.

Die Anzahl der Seiten. Sichtbarkeit entsteht Seite für Seite. Vier Leistungen bedeuten vier Seiten, die optimiert werden. Ein Hersteller mit vierzig Produktgruppen hat vierzig, und jede braucht eigene Inhalte und eigene Daten.

Wer die Inhalte schreibt. Das ist der größte einzelne Hebel. Wenn Sie Fachtexte selbst liefern und die Agentur sie nur optimiert, sparen Sie erheblich. Wenn die Agentur sich in Ihr Fachgebiet einarbeiten muss, kostet das Zeit, und Zeit ist der einzige Kostentreiber, den es bei dieser Arbeit gibt.

Woran Sie ein unseriöses Angebot erkennen

Vier Muster tauchen bei fragwürdigen Angeboten immer wieder auf.

Garantierte Platzierungen. Niemand kontrolliert Googles Bewertung, also kann niemand Platzierungen garantieren. Auch Google warnt in seinen Richtlinien ausdrücklich vor Anbietern, die Spitzenplätze zusichern. Wer es doch tut, arbeitet mit Suchbegriffen, nach denen niemand sucht. Platz 1 für eine Formulierung mit zehn Suchanfragen im Monat ist wertlos.

Lange Mindestlaufzeiten. Sechs Monate sind fachlich begründbar, weil vorher keine Ergebnisse vorliegen. Vierundzwanzig Monate sind es nicht.

Berichte ohne Datenzugang. Sie sollten jederzeit selbst in die Google Search Console sehen können. Wer nur aufbereitete Präsentationen liefert und den Zugang nicht herausgibt, hat etwas zu verbergen oder liefert wenig.

Gekaufte Verweise. Wenn ein Angebot Linkpakete enthält, also eine feste Zahl von Verweisen zu einem festen Preis, ist das ein Risiko. Google stuft den Kauf von Links laut seinen Spam-Richtlinien für die Websuche als Verstoß ein, und die Folgen trägt Ihre Domain, nicht die Agentur.

Was Sie dafür bekommen sollten

Der Preis allein sagt wenig. Entscheidend ist, was dahintersteht, und das lässt sich vor der Beauftragung abfragen.

Ein schriftlicher Umfang. Welche Leistungen sind enthalten, wie viele Inhalte entstehen im Monat, wer schreibt sie? Ein Angebot, das nur „SEO-Betreuung“ und eine Zahl nennt, ist keins.

Zugang zu allen Daten. Search Console, Analysewerkzeug, Sichtbarkeitsindex. Sie sollten jederzeit selbst nachsehen können, nicht auf eine Monatspräsentation warten müssen.

Eine Rechnung, ob es sich überhaupt trägt. Bevor Sie beauftragen, sollte jemand mit Ihnen durchgehen, wie viele zusätzliche Aufträge Sie brauchen, damit die Investition aufgeht, und ob das Suchvolumen in Ihrem Feld das hergibt. Wie diese Rechnung im Einzelnen aussieht, steht im Beitrag Ab wann rechnet sich SEO.

Marcel Speckmann

Geschrieben von

Marcel Speckmann

Geschäftsführer der Speckmann Webdesign GmbH in Oldenburg. Ich arbeite an Suchmaschinenoptimierung, KI-Sichtbarkeit und den Websites, die dafür die Grundlage sind. Was hier steht, stammt aus laufenden Projekten, nicht aus Lehrbüchern.

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Dazu passt

Was eine Betreuung in Ihrem Fall konkret kostet und welche Leistungen darin stecken, steht auf der Preisseite.

Zur Preisseite →

Häufige Fragen

Das werden wir oft gefragt

Was ist der günstigste sinnvolle Einstieg in SEO?

Ein einmaliges Audit im niedrigen vierstelligen Bereich. Sie bekommen die Analyse, eine priorisierte Liste und eine Anleitung und setzen es selbst um. Das lohnt sich, wenn Sie jemanden im Haus haben, der Zeit dafür bekommt. Ohne diese Person bleibt die Liste liegen, und dann war auch das Audit vergeblich.

Sind Erfolgshonorare eine Alternative?

In der Regel nicht. Modelle nach dem Muster „Zahlung nur bei Platz 1“ funktionieren nur bei Suchbegriffen ohne Wettbewerb, und die bringen keine Kunden. Seriöse Anbieter arbeiten aufwandsbasiert, weil sie die Ergebnisse nicht allein in der Hand haben: Google ändert Bewertungen, Wettbewerber arbeiten ebenfalls.

Warum ist SEO teurer als eine Anzeigenkampagne?

Kurzfristig ist es das. Anzeigen wirken sofort, hören aber sofort auf zu wirken, wenn das Budget endet. Organische Sichtbarkeit braucht Monate, bleibt dann aber, auch wenn Sie die Betreuung reduzieren. Über zwei bis drei Jahre gerechnet dreht sich das Verhältnis meist um.

Wovon hängt es ab, wo im Preisrahmen ein Unternehmen landet?

Von drei Dingen: dem Wettbewerb im eigenen Feld, der Zahl der Seiten, die Inhalte brauchen, und davon, wer die Fachtexte schreibt. Ein Betrieb mit vier Leistungen und eigenem Fachwissen im Haus liegt im unteren Bereich der Spanne. Ein Hersteller mit vierzig Produktgruppen, für die jemand sich erst einarbeiten muss, im oberen. Der Durchschnitt am Markt liegt laut der Marktstudie bei 1.256,71 Euro im Monat.

Wie lange dauert es, bis sich SEO in Anfragen zeigt?

Erste messbare Bewegungen in der Google Search Console sehen Sie meist nach acht bis zwölf Wochen, belastbare Anfragen aus der organischen Suche nach sechs bis neun Monaten. Genau deshalb sind Mindestlaufzeiten von sechs Monaten fachlich begründet, Bindungen über zwei Jahre dagegen nicht.

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